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ödp informiert sich über Arbeit des Jugendamtes

Jede Menge an Informationen hatte Manfred Weindl, der Leiter des Amtes für Jugend und Familie für die Kreisräte der ödp parat, die sich mit der gesamten Kreistagsfraktion über die entsprechende Arbeit der Landkreisbehörde erkundigte.

In dem über zweieinhalbstündigem Gespräch stellte Manfred Weindl anhand eines Organigramms zunächst den Aufbau des Amtes mit seinen 28 Mitarbeitern vor. So kümmere sich ein Bereich um Beistandschaften und Unterhaltsvorschuss, d. h. das Amt übernimmt die Vertretung für die Durchsetzung der Unterhaltsansprüche. Der Vorteil für die Bürger bestehe nicht nur darin, dass dieses Angebot unentgeltlich zur Verfügung stehe, sondern auch darin, dass die jeweiligen Bürger "durch das Jugendamt immer von Rechtsänderungen informiert werden" so Weindl.

 

 

Ein bedeutender Ausgabenposten im Haushalt für das Jahr 2009 stellt die Übernahme der Beiträge für Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege in Höhe von ca. 520 000,- Euro dar. Diese Gebühren sind nach Angaben des Jugendamtsleiters vom Landkreis zu erbringen, "wenn die Belastung den Eltern nicht zuzumuten ist und/oder die Förderung für die Entwicklung des jungen Menschen erforderlich ist" und er wies darauf hin, dass die entsprechenden Fallzahlen seit 2001 von 303 auf 521 stark gestiegen sind. Hohe Ausgaben im Bereich der Jugendhilfe würden auch für die Vollzeitpflege, also die Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien, in Höhe von 650 000,- Euro und die Heimerziehung in Höhe von 630 000,- Euro anfallen. Momentan seien 81 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien und 19 junge Menschen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen untergebracht. Dennoch sei es "oberster Grundsatz, die Familien so weit zu stützen, dass die Kinder in den Familien bleiben können" stellte Manfred Weindl klar.

 

 

Darüber hinaus bringe der Landkreis erhebliche finanzielle Mittel für die Eingliederungshilfen bei seelisch bedingten Behinderungen in Höhe von 840 000,- Euro auf. Dazu zählen Lese- und Rechtschreibstörungen genau so wie Aufmerksamkeitsstörungen oder Suchterkrankungen.

 

 

Als "erfreulich, positiv aber auch notwendig" bezeichnete der Jugendamtsleiter die Jugendsozialarbeit an Schulen worin ihm die ödp-Kreisräte beipflichteten. Mittlerweile gäbe es an allen Hauptschulen der Städte des Landkreises, an den Förderschulen und an der Berufsschule jeweils Halbtagsstellen. Lobende Worte seitens der Mandatsträger der ödp gab es auch für die Jugendarbeitsgemeinschaft für Umweltpflege (JAU), welche Manfred Weindl abschließend vorstellte. Dieses Projekt habe sich als Maßnahme der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit bewährt. Kreisrat Josef Lirsch regte an zu prüfen, ob die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen gezielt und verstärkt auch heimischen Betrieben zeitlich begrenzt als Arbeitskräfte angeboten werden könnten. Dies könne für die Eingliederung in das normale Arbeitsleben nur vorteilhaft sein.


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